Bloomberg Video zum Thema Reverse Aging

Video zum Thema Reverse Aging

Schauen Sie sich das neueste Bloomberg Video zum Thema Reverse Aging an. Nicht viel Neues, aber immer wieder spannend!

Im Video geht es um aktuelle Erkenntnisse der Reverse-Aging-Forschung. Diese definiert die Einschränkungen im Alter als Krankheiten. Und so leidet auch jeder 80-Jährige im Durchschnitt unter vier bis fünf Krankheiten. Dabei ist das Älterwerden an sich nichts Krankhaftes, denn bis in unsere 40er oder 50er bringt es keine körperlichen Einschränkungen mit sich. Aber dann beginnt die Phase, in der sich Zellgewebe nicht mehr so leicht erneuert und dies leitet den eigentlichen Alterungsprozess ein.

In der Regel tritt ab unseren 50ern eine Disregulierung unseres Epigenoms, also der Gesamtheit unserer genetisch gesteuerten Prozesse, ein. Dadurch verlieren Zellen ihre ursprüngliche Funktion und es kommt zu körperlichen Beeinträchtigungen.

In Versuchen mit Mäusen ist es bespielsweise gelungen, alte Sehzellen durch neue zu ersetzen und so den Tieren wieder zu verbesserter Sehkraft zu verhelfen. Dies zeigt, dass die Verjüngung eines Lebewesens prinzipiell möglich ist, die Frage ist nur, wann dies auch gefahrlos bei Menschen möglich sein wird.

In Israel beschäftigt sich Dr. Shai Efrati mit der Frage der Zellverjüngung. Er verweist dabei auf die tragende Rolle, die Telomere spielen. Diese sind Bausteine unserer Chromosome und werden im Laufe des Lebens immer kürzer und machen Chromosome und letztlich Zellen dadurch instabil. Ein Mangel an Sauerstoff regt jedoch die Zellbildung an. Da man Lebewesen aber nunmal nicht den Sauerstoff über längere Zeit entziehen kann, versucht man durch die Erhöhung des Sauerstoffgehalts im Blut und anschließendes plötzliches Absenken auf ein normales Niveau einen vom Körper empfundenen „Sauerstoffmangel“ zu erzeugen, der wiederum das Zellwachstum anregt. Diese Art der Sauerstoffbehandlung hat die Körper- und Hirnfunktionen bei Probanden nachweislich verbessert.

Wie der Harvard-Professor Dr. David Sinclair erklärt, können ähnliche Zellerneuerungsimpulse auch auf andere Weise gesetzt werden, nämlich durch Hungern oder sportliches Verausgaben. Der Körper muss also vorübergehend in einen „Mangelzustand“ versetzt werden, um neues Zellwachstum anzuregen.

Was es gesellschaftlich bedeutet einen alten Körper gesünder zu machen, veranschaulicht Dr. Sinclair an der Tatsache, dass es heute weltweit mehr Menschen über 65 als unter 5 Jahren auf der Welt gibt und somit große Bevölkerungsanteile, die mehr oder weniger krank sind, Schmerzen haben und/oder in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt sind. Dies bringt viel persönliches Leid, aber auch volkswirtschaftlich hohe Ausgaben mit sich.

Dr. Sinclair ist sich sicher, dass es schon bald möglich sein wird eine Zellverjüngung wie im Tierversuch auch bei Menschen durchführen zu können. Nicht nur könnte dadurch unzähligen Alten geholfen werden, sondern prinzipiell könnten auf diese Weise bisher unheilbare Krankheiten wie etwa Blindheit geheilt werden.

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